Christopher Herrmann

- Cellist -

Aktualisiert am 25. September 2011

Aus der Nassauischen neuen Presse
 
Cello, Gitarre und Schlagzeug
vortrefflich gemixt: «Feinherb»

 
Von Andrea Dawirs-Dorn

Bad Camberg. «Ab in die Mitte» wagte ein Experiment: Am Mittwochabend traf sich ein kleines, aber feines Publikum, um in der Mitte von Bad Camberg, genauer gesagt in der Aula der Freiherr-von-Schütz-Schule, einen Beitrag der Amthof-Galerie zum Landeswettbewerb zu geniessen. Die Galerie hat mit «Feinherb» einem jungen Ensemble eine Bühne gegeben, welches zumindest in Teilen in der Region nicht unbekannt ist.

Über Christopher Herrmann, Cellist und «Klassiker» in der noch jungen Formation wurde ja nun eigentlich schon alles geschrieben. Nun hat er, seinem Ruf als Ausnahme-Cellist folgend, noch eins drauf gesetzt: Gemeinsam mit Katrin Zurbog (Gitarre) und Kuno Wagner (Schlagzeug), zwei jungen Musikern, die ihr Handwerk mindestens ebenso gut beherrschen, ist er seit einem halben Jahr Mitglied des Projekts «Feinherb».

Nun ist «Feinherb» im wahrsten Sinne nicht jedermanns Sache, soll es sicher auch nicht sein. Die Fans «echter» Musik aber, die, die sich gern mal abseits vom musikalischen Mainstream unterhalten lassen, die sind bei «Feinherb» genau richtig.

Die drei Musiker boten gut neunzig Minuten eine wunderbare Mischung instrumentaler Höchstleistungen, bedienten sich ungewöhnlicher Techniken und ungewohnter Werkzeuge und spielten mal selbstvergessen, mal fröhlich, immer untereinander Blickkontakt haltend, ihre von Kuno Wagner durchweg selbst geschriebenen Stücke mit so skurrilen Namen wie «Rache des Eismanns», «Der kleine Stinker» oder – die spontane Zugabe – «Schaffleisch für Winnie».

Dabei beherrschten die drei die leisen Töne ebenso wie die lauten und belohnten das Publikum nicht nur nach dem schrägen mit herrlich harmonischem Zusammenspiel. Dieser Abend war ein wahrer Genuss!

 

 

Wer ist «Feinherb»?


Das Ensemble «Feinherb» gibt es erst seit einem halben Jahr, ein Umstand, der der Qualität des Zusammenspiels keinerlei Abbruch tut und dabei das ungeheure Talent der jungen Musiker unter Beweis stellt. Kuno Wagner und Katrin Zurbog fanden sich in Frankfurt, gemeinsam wollten sie etwas ganz anderes machen, «etwas Neues». Für den Dritten im Bunde haben sie mit Christopher Herrmann genau die Besetzung gefunden, die sie gesucht haben – «bloß kein Bass». Wobei: Wenn's passt, kann er auch das. (add)

 

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